Heute nehmen wir Abschied von dennNachbarn, vom Luxuscamping und vom Meer. Bei 32°C bringen wir Luis zum Zug in Ljubiljana und flüchten nach kurzem Stopp im Elektronikgeschäft aufs Land Richtung Bled. Für heute Nacht mieten wir uns auf einem kleinen Bauernhof oberhalb des Sees ein.
Wir verbringen die Pfingsttage mit Radeln, Baden und unseren sehr sympathischen Platznachbarn Monika, Robert und Nadja. Am Samstag versuche ich das Spiel vom Lenkkopf von Luis Roller zu beseitigen, und zerstöre dabei die Elektronikleitung. Trotz Roberts fantastischer Hilfe scheitert jeder Versuch den Schaden zu beseitigen.
Die anderen Tage verlaufen glücklicherweise ruhiger und vor allem schadfrei. Am Sonntag besuchen wir gemeinsam eines der zahlreichen Platzrestaurants. Am Montag treffen wir uns auf der Biketour nach Vrsar. Die Abende verbringen wir bei dem ein oder anderen Döschen Bier vor dem Bus. Luis sicht das Nachtleben, das sich aber (noch) erfolgreich versteckt.
Vormittags verlege ich wertvollen Holzboden im Kofferraum. Zur Belohnung gibt es eine kühlende Erfrischung im Meer. Später radeln wir nach Poreč, kaufen erst den Ort leer, machen wienerische Bekanntschaft beim Aperitif und speisen vorzüglich bei Vera (25 years ago), einem Restaurant in einem historischen Turm mit fantastischem Blick über den Ort.
Die Rückfahrt führt uns entlang des Meeres mit wundervollen Sunset Blicken vorbei an zahlreichen Restaurants und Bars. Den Absacker nehmen wir vorm Wohnmobil, Luis geht noch auf die Suche nach Abenteuer.
Schon früh und nach einer im Parkplatz eingebauter Unterbodenwäsche, starten wir den Tag auf unserem malerisch gelegenem Nachtlager mit einem leckeren Frühstück. Auf dem Weg zu unserem Campingplatz lassen wir uns nur noch durch ein Pfund Erdbeeren stoppen. Wir checken in einer Riesenanlage ein, die sich erstaunlich harmonisch in die kroatische Küstenlandschaft integriert. Das erste Bad heute war noch kühl, aber für die nächsten Tage ist durchgehend Sonne angesagt, m. a. W. das wird! Abend besucht Luis ein torreiches Fußballspiel, während wir uns die Fischplatte teilen müssen. Beim Abendspaziergang treffen wir uns alle wieder.
Frisch von der Hochschule nehmen wir Luis am Mangfallplatz an Board. Nach ausgiebiger Schlacht mit dem Schnitzel im wiedereröffneten Schnitzelwirt in Hofolding schnitzeln wir Richtung Osten. Bis Salzburg schlagen wir wilde Schlachten mit dem heftigen Regen, danach verschnitzeln sich die Wolken. Gegen 00:00 passieren wir den Karawankentunnel und eine halbe Stunde später haben wir einen Platz gefunden, an dem wir unsere Schnitzelbäuche gen Himmel strecken können.
Anstatt über die Autobahn nach Brescia fahren wir über die nördlicher verlaufende Landstraße mit engen Tälern und schroffen Felswände nach Trento. Das Thermometer zeigt bis zu 26°C, wir fühlen uns wie im Sommer, als wir Trento erreichen. Gut eine Stunde später ergattern wir einen der letzten Stellplätze an unserem Lieblingsparkplatz in Ponte Caffaro.
Nach einem Spaziergang durchs Vogelschutzgebiet und selbstgegrillten Lamm gibt’s noch ein Gelato italiano vom gegenüberliegendem Campingplatz.
Die Frühstücksbrioche bringt uns der Parktplatzwächter pünktlich um acht. Später richte ich die Treppe und dann ist die Sonne kräftig genug, um uns an den Strand zu locken. Wir wandern zum Ristoro Cason und gönnen uns ein paar leckere Panini. Am Nachmittag hängen wir erst faul ab,
um später mit Flugmatte und Badehose aktiv zu werden. Die Pizza am Abend wird geliefert, hat aber keine Chance gegen die heimischen Meisterwerke.
Den Ostersonntag starten wir mit einem leckeren Frühstück und Faulenzen vorm Bus. Erst später besuchen wir den Strand.
Nach einem kleinen Aperitif an der Bar, werden wir von unseren Nachbarn mit dem köstlich duftenden Grillgut verwöhnt, Lammkottletts, Schweinrippchen und Frosch stehen plötzlich auf unserem Tisch, und wer hätte sich getraut, dem finster dreinschauenden Italiener den Rotwein nicht abzunehmen….
Am Abend genießen wir selbstgemachte Arrabiata mit Zucker und beobachten noch ein wenig das Treiben unserer Mitcamper.
Über Wurzenpass und durchs Val Canale erreichen wir nach einem ausgiebigen Mittagshahn das Friaul. Wir bleiben auf der Landstraße und sind schon am frühen Nachmittag an unserem Ziel, dem wilden Strand von Valle Vecchia. Allerdings deutet sich heute schon an, dass es über die Ostertage voll werden könnte.
Über 20°C und strahlender Sonnenschein laden uns zum Strandspaziergang und Sonnenbaden ein. Zum Sonnenuntergang testen wir noch, ob Franks Kwiggl ein würdiges Zweitrad abgeben könnte; stellen aber fest, dass die Fahrdynamik unseren Anforderungen nicht entspricht.
Wieder zieht es uns an die Adria, und wieder verbringen wir die erste Nacht bei Fruhmann, diesmal mit einer gigantischen Grillplatte, nach der wir uns einfach bewegen müssen. Wir erkunden die Pfade rund um das Kloster Wernberg entlang der Drauschleife und genießen die Abendstimmung.